Website-Relaunch: Ablauf, Kosten und SEO-Checkliste
Wann sich ein Website-Relaunch lohnt, wie er in sechs Phasen abläuft, was er kostet und mit welcher SEO-Checkliste du Rankings und Anfragen über den Start bringst.
Kurz gesagt: Ein Website-Relaunch ist die Neuaufstellung einer bestehenden Website: Design, Struktur, Technik und Inhalte werden gemeinsam erneuert. Gelingt er, bringt die neue Website mehr Anfragen als die alte. Wird der SEO-Teil vergessen, verliert sie Sichtbarkeit, die schon da war. Der wichtigste Schutz sind dauerhafte Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue Adresse; Google empfiehlt, sie mindestens ein Jahr bestehen zu lassen.
In diesem Ratgeber erfährst du, wann sich ein Relaunch lohnt, wie er in sechs Phasen abläuft, welche Fehler am meisten kosten und was du vor, beim und nach dem Start prüfen solltest. Stand: Oktober 2026.
Was ist ein Website-Relaunch?
Bei einem Relaunch wird eine bestehende Website grundlegend neu aufgesetzt. Meist ändern sich mehrere Ebenen gleichzeitig: das Design, die Seitenstruktur, das Content-Management-System (CMS) und oft auch die Inhalte und Adressen der Seiten.
Davon zu unterscheiden sind ein Redesign, bei dem vor allem das Aussehen erneuert wird, und eine gezielte Überarbeitung, bei der einzelne Seiten, Texte oder Anfragewege verbessert werden. Nicht jede veraltete Website braucht einen kompletten Relaunch.
Wann sich ein Relaunch lohnt
Ein Relaunch ist sinnvoll, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Die Website bringt kaum oder keine Anfragen, obwohl Besucher kommen.
- Sie sieht auf dem Smartphone schlecht aus oder lädt langsam.
- Du kannst Inhalte nicht selbst ändern und brauchst für jede Kleinigkeit Hilfe.
- Das System ist veraltet, wird nicht mehr gepflegt oder macht Sicherheitsprobleme.
- Dein Angebot oder deine Zielgruppe hat sich verändert, die Website erzählt noch die alte Geschichte.
- Die Website wird bei Google und in KI-Antworten kaum gefunden.
Ist die Grundlage dagegen solide, ist eine gezielte Überarbeitung oft schneller und günstiger als ein Neubau.
Der Ablauf in sechs Phasen
1. Bestandsaufnahme und Ziele
Halte fest, was die alte Website heute leistet: Welche Seiten bekommen Besucher aus der Suche, welche haben Verlinkungen von anderen Websites, über welche Wege kommen Anfragen? Die Google Search Console und deine Webanalyse liefern dafür die Daten. Lege außerdem fest, woran du den Erfolg der neuen Website misst, zum Beispiel an qualifizierten Anfragen pro Monat.
2. Struktur und Inhalte planen
Plane die neue Seitenstruktur anhand der Fragen und Suchbegriffe deiner Kunden. Entscheide für jede alte Seite, ob sie bleibt, überarbeitet, mit einer anderen zusammengelegt oder entfernt wird. Seiten mit Suchtraffic oder Verlinkungen solltest du nur mit gutem Grund streichen.
3. Design und Umsetzung
Erst jetzt entstehen Design und Technik: mobil zuerst, schnell, barrierearm und mit einem CMS, mit dem du Inhalte selbst pflegen kannst. SEO- und KI-Grundlagen wie saubere Überschriften, Metadaten und strukturierte Daten gehören von Anfang an dazu, nicht als Nacharbeit.
4. Weiterleitungsplan erstellen
Ordne jeder alten Adresse die inhaltlich passende neue Adresse zu. Google empfiehlt dauerhafte, serverseitige Weiterleitungen (301 oder 308) ohne lange Ketten und rät, sie mindestens ein Jahr bestehen zu lassen. Leite nicht pauschal alles auf die Startseite um, denn dabei gehen Relevanz und Rankings einzelner Seiten verloren.
5. Testen vor dem Start
Prüfe die neue Website auf einer Testumgebung: Formulare und Bestätigungen, Tracking, mobile Darstellung, Ladezeit und interne Links. Sorge dafür, dass die Testumgebung nicht von Suchmaschinen indexiert wird, etwa mit Passwortschutz oder noindex, und dass diese Sperre auf der Live-Website wieder entfernt ist.
6. Start und Nachkontrolle
Schalte die neue Website mit allen Weiterleitungen gleichzeitig live. Reiche die neue Sitemap in der Search Console ein und beobachte in den ersten Wochen Fehlerseiten, Indexierung und Rankings. Schwankungen sind normal: Laut Google dauert es bei mittelgroßen Websites ein paar Wochen oder länger, bis die neuen Adressen die alten in den Suchergebnissen ersetzt haben.
SEO-Checkliste für den Relaunch
Vor dem Start
- Liste aller alten Adressen mit Suchtraffic, Verlinkungen und Anfragen exportiert
- Weiterleitungsplan alt auf neu vollständig, ohne Ketten
- Titel, Beschreibungen und Überschriften der neuen Seiten geprüft
- Strukturierte Daten zu den sichtbaren Inhalten passend
- Formulare, Tracking und Danke-Seiten getestet
- Testumgebung für Suchmaschinen gesperrt
Am Starttag
- Weiterleitungen live und stichprobenartig geprüft
- noindex und Passwortschutz der Testumgebung auf der Live-Website entfernt
- robots.txt und Sitemap geprüft, neue Sitemap in der Search Console eingereicht
- Interne Links zeigen direkt auf die neuen Adressen
In den ersten Wochen
- Fehlerseiten (404) und Weiterleitungsfehler in der Search Console beobachten
- Indexierung der wichtigsten Seiten prüfen
- Rankings und Anfragen mit der Zeit vor dem Relaunch vergleichen
- Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen lassen
Häufige Fehler beim Relaunch
- Keine oder pauschale Weiterleitungen: Alte Adressen enden auf Fehlerseiten oder alle auf der Startseite.
- Weiterleitungsketten: Eine alte Adresse springt über mehrere Zwischenschritte zum Ziel.
- Indexierte Testumgebung: Die Testversion taucht bei Google auf und konkurriert mit der echten Website.
- Vergessenes noindex: Die neue Website ist live, aber für Suchmaschinen gesperrt.
- Gestrichene Inhalte mit Suchtraffic: Gute Ratgeber oder Leistungsseiten fallen weg, ohne gleichwertigen Ersatz.
- Kaputte Anfragewege: Formulare oder Tracking funktionieren nach dem Start nicht mehr.
Aus der Praxis: unser eigener Relaunch
Als wir conradiusdesign.com im Sommer 2026 neu aufgesetzt haben, haben wir die alten Adressen per dauerhafter Weiterleitung auf die neue Struktur umgezogen. Eine Prüfung im Oktober 2026 zeigt: Alle 68 alten Adressen, die in der Search Console Impressionen hatten, landen auf einer erreichbaren neuen Seite, keine endet auf einer Fehlerseite.
Was kostet ein Website-Relaunch?
Ein Relaunch kostet oft ähnlich viel wie eine neue Website, manchmal mehr, weil Inhalte übernommen und Weiterleitungen geplant werden müssen. Bei Con Radius beginnt ein Relaunch bei 3.000 €, eine reine Migration ohne neues Design, etwa von Webflow zu Payload, bei 2.000 €. Seitenzahl, Sprachen und Funktionen bestimmen das Angebot. Eine ausführliche Übersicht findest du im Ratgeber Was kostet eine Website?.
Relaunch oder Überarbeitung?
Schick uns die Adresse deiner aktuellen Website. Wir sehen uns Aufbau, Inhalte und Anfrageweg an und nennen dir innerhalb von zwei Werktagen drei Prioritäten. Kostenlos und unverbindlich.
Relaunch mit Con Radius
Wir planen den Relaunch von der Bestandsaufnahme bis zur Nachkontrolle:
- Bestandsaufnahme mit Search Console und Webanalyse: Welche Seiten bringen heute Besucher und Anfragen?
- Struktur und Inhalte nach den Fragen deiner Kunden, auf Deutsch und Englisch.
- Weiterleitungsplan für jede alte Adresse, umgesetzt zum Start.
- CMS zum Selberpflegen sowie SEO- und KI-Grundlagen von Anfang an.
- Nachkontrolle nach dem Start: Weiterleitungen, Fehlerseiten, Indexierung und Anfragewege.
Ein Relaunch beginnt bei 3.000 € einmalig, eine reine Migration ohne neues Design bei 2.000 €. Bei klar abgegrenztem Umfang rechnen wir mit rund vier Wochen bis zum Start.
Häufige Fragen zum Website-Relaunch
Ein Relaunch ist die grundlegende Neuaufstellung einer bestehenden Website. Meist werden Design, Seitenstruktur, Technik und Inhalte gemeinsam erneuert, oft mit neuen Adressen für einzelne Seiten.
Bei klar abgegrenztem Umfang rechnen wir mit rund vier Wochen bis zum Start. Danach braucht Google laut eigener Aussage bei mittelgroßen Websites ein paar Wochen oder länger, bis die neuen Adressen die alten ersetzt haben.
Bei Con Radius beginnt ein Relaunch bei 3.000 € einmalig, eine reine Migration ohne neues Design bei 2.000 €. Seitenzahl, Sprachen, Funktionen und die Übernahme der Inhalte bestimmen den genauen Preis, den wir vor dem Start im Angebot festlegen.
Kurzfristige Schwankungen sind normal. Mit vollständigen Weiterleitungen, übernommenen Inhalten und einer sauberen Nachkontrolle bleiben die meisten Signale erhalten. Eine Garantie für Rankings kann niemand geben.
Google empfiehlt mindestens ein Jahr. Aus Sicht von Besuchern und älteren Verlinkungen ist es besser, sie dauerhaft bestehen zu lassen.
Wenn Technik und Struktur solide sind, reicht oft eine gezielte Überarbeitung einzelner Seiten und Anfragewege. Ein Relaunch lohnt sich, wenn System, Design und Inhalte gleichzeitig nicht mehr passen.
Ja, zum Beispiel von Webflow oder WordPress zu einem anderen System. Dann gehören die Übernahme der Inhalte und die Zuordnung aller alten Adressen fest zum Projekt.
Relaunch planen, ohne Sichtbarkeit zu verlieren
Erzähl uns, was deine neue Website leisten soll. Wir klären Umfang, Weiterleitungen und Preis, bevor das Projekt startet.